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Dienstag, 22.08.2017

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Plenarsitzung

Land Sachsen-Anhalt feiert Namenstag

Das Land Sachsen-Anhalt feiert in diesem Sommer nicht nur den 70. Geburtstag seiner Verfassung, sondern auch den 70. Jahrestag seiner Namensgebung. Denn das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt hatte nicht immer seinen heute weithin bekannten Namen, auch ist er nicht erst mit der Wiedergründung des Landes nach dem Ende der DDR entstanden. Werfen wir also einen kleinen Blick zurück in die Geschichte.

Sachsen-Anhalt wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs neben weiteren kleineren Gebieten aus dem Provinzen Magdeburg (l.) und Halle-Merseburg (M.) sowie dem Freistaat Anhalt (r.) gebildet. Karten: wikipedia.de

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand eine Neugliederung des deutschen Staatsgebietes statt. Ab 1945 wurden in den vier Besatzungszonen Länder gebildet. Die Westalliierten (USA, Großbritannien, Frankreich) und die Sowjetunion verfolgten jedoch verschiedene Ziele: Während die Sowjetunion die Länder lediglich als Bestandteile eines zentralistischen Staates sah, setzten die West-Alliierten auf die Schaffung von föderalen Strukturen. 16 Länder entstanden, die sich in ihrem Zuschnitt jedoch von den 16 heutigen Ländern unterscheiden. So bildeten beispielsweise Baden und Württemberg-Hohenzollern noch eigenständige Länder.

Verschiedene Zyklen bis zum Landesnamen

Bereits im Juli 1944 war die vormalige preußische Provinz Sachsen, bestehend aus den Regierungsbezirken Magdeburg, Merseburg und Erfurt, aufgeteilt. Die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg entstanden. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) vereinte nach der deutschen Kapitulation 1945 die beiden Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg, sowie den Freistaat Anhalt (um Dessau), die frühere braunschweigische Exklave Calvörde und den östlichen Teil des Landkreises Blankenburg im Harz sowie die thüringische Enklave Allstedt zur neuen „Provinz Sachsen“.

Im Oktober 1946 wurde der Name in „Provinz Sachsen-Anhalt“ geändert. Am 10. Januar 1947 verkündete die Provinz Sachsen-Anhalt ihre eigene Landesverfassung. Am 21. Juli 1947, also genau vor 70 Jahren, erfolgte die Umbenennung in Land Sachsen-Anhalt. Landeshauptstadt wurde seinerzeit Halle.

Bezirke in der DDR, Land nach der Vereinigung

Im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR wurde das eben gerade erst gegründete Land im Juli 1952 de facto aufgelöst. Es entstanden die zwei Bezirke Halle und Magdeburg, die bis zur Wiedervereinigung existierten. Am 3. Oktober 1990 – mit dem offiziellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland – erfolgte die Wiederherstellung des Landes Sachsen-Anhalt durch das von der letzten DDR-Volkskammer verabschiedeten Ländereinführungsgesetz. Somit feiert Sachsen-Anhalt in diesem Jahr seinen 27. Neu-Geburtstag. 1992 hatte sich das wiedergegründete Land Sachsen-Anhalt eine neue eigene Verfassung gegeben.